Wildgrün im Juni und Juli // Diese 10 Pflanzen und 7 Blüten erkennt jeder

J Winderkind

Immer mehr Menschen entdecken den Wochemarkt vor der eigenen Haustür für sich zurück und sammeln jede Menge Kräuter, Wildgrün und essbare Blüten. Auch wir gehen derzeit täglich raus und holen uns die Schätze der Natur. Wildgrün ist besonders wertvoll für unsere Ernährung. Es enthält viel mehr Nährstoffe als unsere Blattsalate aus dem Supermarkt. Der Unterschied zum gezüchteten Salat ist nämlich, dass im Wildgrün noch alle Bitterstoffe enthalten sind. Im angebauten Blattsalat sind Bitterstoffe längst raus gezüchtet. Aber genau die Bitterstoffe sind es, die unsere Gesundheit schützen und Krankheiten heilen. Etliche Kranheiten unserer heutigen Zeit werden begünstigt, weil wir verlernt haben, ursprüngliche Pflanzen aus der Natur zu essen.

Und so bringen wir Abwechslung in die Küche

Vieles kommt einfach in den grünen Smoothie, so können wir die größten Mengen Wildgrün verwenden. Wir schnibbeln aber auch gern alles klein und mischen einen Salat daraus, probier es mal aus, die Hälfte Wildgrün, die Hälfte normaler Blattsalat. Auch Wildwiesen-Pestos mögen wir in unserer Familie sehr gern. Wir verwenden das Pesto als Brotaufstrich oder essen es pur nur mit Kartoffeln. Du kannst auch eine Art Kräuterbutter daraus machen, dazu mixt du einfach Mandelmus und Hanfsamen im Mixer und mischst die klein geschnittenen Wildblätter unter. Dann wird sogar die Kräuterbutter zu einer kleinen Vitamin- und Mineralstoffbombe. Blüten trocknen wir gern. Sie sind eher fürs Auge und kommen in Teemischungen. Die meisten Inhaltsstoffe stecken im Grün der Pflanzen und die Blätter haben oft gesundheitsfördernde Eigenschaften oder sogar Heilwirkungen.

Wildwiesenpesto

Du siehst, es gibt jede Menge Gründe, warum du sammeln solltest.

Heute gibt es deshalb von mir ein paar Pflänchen, die wir jetzt im Juni und Juli ernten können. Ich habe Wildkräuter und essbare Blüten aufgezählt, die fast überall wachsen und die jeder leicht erkennt. Pflanzen mit Verwechslungsgefahr habe ich extra nicht aufgezählt. Die Auflistung soll vor allem Jedem helfen, der vielleicht das erste mal die Schätze der Natur sammeln möchte.

Zum Sammeln verwendest du am besten ein Körbchen, die Blätter müssen immer locker liegen, denn schon leichte Druckstellen sorgen dafür, dass die Blätter an den Stellen dunkel werden und gleichzeitig ihre gesundheitsfördernden Eigenschaften verlieren. Für den Anfang brauchst du auch kein großes Kräuterwissen. Fülle einfach dein Körbchen und freu dich auf eine reiche Ernte und Abwechslung auf dem Teller. Diese 10 Wildpflanzen und 7 essbaren Blüten erkennt jeder und es gibt keine nennenswerte Verwechslungsgefahr:

Brennessel
Brombeerblätter
Giersch
Gundermann
Löwenzahn
Sauerampfer
Spitzwegerich
Vogelmiere
Waldmeister
Katzenminze

Brombeerblätter

Brombeerblätter

Girsch

Giersch

Gundermann

Gundermann

Spitzwegerich

Spitzwegerich

Vogelmiere

Vogelmiere

Die Blüten:
Gänseblümchen

Holunder
Kamille
Löwenzahn
Rotklee
Schnittlauchblüten
Wildrosen

Gänseblümchen

Gänseblümchen

Katzenminze

Katzenminze

Wildrose

Wildrose

Mit Blüten gehen wir allerdings recht sparsam um, da Blühwiesen immer mehr aus unserer Natur verschwinden und viele Wildblumen fast gar nicht mehr zu finden sind. Sehen wir mal eine Pflanze einer seltenen Sorte, dann lassen wir diese auch in Ruhe. Die Kornblume z.B. ist zumindest in unserer Umgebung fast völlig verschwunden. Ich kann mich noch erinnern, dass wir sie in Kindheitstagen an jedem Feldrand gepflückt haben. Viele Insekten sind außerdem auf die Blütenpollen und Blätter angewiesen, deshalb nehmen wir nur selten und ein paar wenige mit. Einzige Ausnahme sind Gäseblümchen und Holunderblüten. Da sie einfach in Massen wachsen.

EIN PAAR TIPPS NOCH ZU EINZELNEN PFLANZEN

Brennessel
Immer nur die oberen feinen Blätter einzeln ernten. Ich verwende keinen Handschuh, weil ich mich immer durchnesseln. Ich schneide sie immer mit der Scheere ab und lasse sie direkt in mein Körbchen fallen. Teste einfach, wie du am Besten zurecht kommst.
Um die Nesseln daheim zu entschärfen, die Blätter auf einem Küchentuch ausbreiten, zudecken und zwischen den Tüchern leicht zerreiben, danach sollte nichts mehr nesseln.

Brombeerblätter und Girsch ~
kannst du übrigens das ganze Jahr über sammeln. Sie sind vor allem im Winter, wenn es wenig Früchte gibt, eine gute Vitaminquelle. Brombeerblätter erkennt außerdem jeder. Es gibt unzählige Arten die sich leicht in ihren Blättern und Stacheln unterscheiden, aber sie sind alle gleich verwendbar. Achte nur darauf, dass du keine Blätter erwischst, die auch an der Blattunterseite noch Stacheln haben. Beim Girsch kannst du ruhig die oberen Stück vom Stiel dran lassen und sie wie Schnittlauch verwenden.

Löwenzahn
Blatt, Blüte und Wurzel sind verwendendbar. Wobei die Wurzeln erst im Oktober/November geerntet werden. Die Wurzeln werden längst in dünne Streifen geschnitten und im Dörrautomat getrocknet. Später kann man sie dann fein mahlen und weiter verwenden. Sie sollen eine stark heilende Wirkung bei Lungenkrebs haben und ich sage immer, was gegen eine Krankheit hilft, kann auch für andere Kranheiten nicht verkehrt sein. Der Milchsaft ist übrigens nicht giftig, er macht nur unschöne Flecken auf Haut und Kleidung und schmeckt unangenehm bitter. Wir pflücken deshalb nur junge Blätter, die haben so gut wie keinen Milchsaft.

Wiesensalbei
Die Blätter am Besten einzeln zupfen, die Stiele sind zu hart zum zerkauen. Die lila Blüten abstreifen, nicht abreißen, sie dienen immernoch zahlreichen Insekten als Nahrungsquelle.

So ihr Lieben, das sind meine Tipps fürs Erste. Das Wochende steht vor der Tür, da kann es gleich los gehen.

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