WELCHES GRÜN FÜR GRÜNE SMOOTHIES

Rohkost Nahrungsmittel

Grüne Smoothies ~ Was kommt rein? Und was besser nicht?

Seit einiger Zeit ein totaler Trend, aber in Kreisen der Gesundheitsvorsorge mehr als das. Denn bewusst gesund lebende Menschen schätzen sämtliche gesundheitsfördernde Vorzüge, die ein Grüner Smoothie bietet. Und das zu Recht. Doch was kommt rein? Oder was besser nicht?

1/3 Grün, 2/3 Früchte?

Oder andersrum?

Hauptsache grün?

Ist das so einfach?

♥♥♥

Nein!

Es gibt zahlreiche schädliche Stoffe, die in natürlicher Nahrung vorkommen. Normal verzehren wir diese aber nur in geringen Mengen und nicht alltäglich. Aber seit wir grüne Smoothies in größeren Mengen verzehren, sind zwei dieser Stoffe auf jeden Fall erwähnenswert.

Alkaloide und Oxalsäure

Alkaloide

Es gibt nur wenig geschätzte Alkaloide, etwa die in Kakao (Theobromin) oder in Tee und Kaffee (Coffein). Die meisten jedoch wirken gesundheitsschädigend (Solanin, Tomatidin, Spartein). Je nach Art der Alkaloide können in schweren Fällen Magenbeschwerden, Nierenreizungen und Hämolyse (Auflösung von roten Blutkörperchen), Lebernekrosen oder Leberzirrhose die Folgen sein.

Dazu muss man natürlich ein und das selbe Nahrungsmittel in großen Mengen immer und immer wieder essen.

Als ich begonnen habe, grünen Smoothies täglich als Mahlzeit zu trinken, standen meine grünen Lieblinge sehr schnell fest: Spinat, Rapunzelsalat und Avocado.

Grüne Smoothies HealthcarefanaticNatürlich habe ich auch viel darüber gelesen und da lies mich ein Satz von Viktoria Boutenko, quasi der Mutter von Grünen Smoothies, nicht los. In ihrem Buch erwähnt sie, dass sie nach einiger Zeit ein Taubheitsgefühl im Gesicht festellten konnte. Das hätte eine ganz einfache Erklärung und käme von den Alkaloiden, die in Pflanzen enthalten sind. Aus diesem Grund wechselt sie die grünen Zutaten häufig.

Aber was, wenn eben genau mein Favorit besonders viel dieser Alkaloide enthält?

Ich kann erstmal beruhigen, die oben genannten Schäden treten weniger bei grünen Blattgemüsen auf, sondern u.a. eher bei 4-20 kg roher grüner Kartoffeln.

Aber immerhin enthalten als beliebte Zutat für die grünen Monster Spinat, Sauerampfer, Klee und Mangold bis zu 0,5 % Alkaloide, eine nicht unerhebliche Menge.

Wer aus gesundheitlichen Gründen grüne Smoothies trinkt, trinkt sie auch als vollwertige Mahlzeit und ist dabei schnell bei einer Menge von 1 bis 1,5 Liter täglich.

Vorsicht bei:

Man muss die Sorten nicht täglich wechseln aber Spinat, Sauerampfer, Klee und Mangold sollten nicht täglich oder wenn, dann in Mengen bis zu 1 Hand voll verwendet werden.

Hier kann man bedenkenlos zugreifen:

Besser sind Zutaten wie Kopfsalat, Lollo-Salate, Römersalat, Rapunzelsalat, Endiviensalat, Chicoree, junge Löwenzahnblätter, Lindenblätter, Malvenblätter, Hibiskusblätter, Beifußblätter.

Die Gemüsemalve und die krause Malve waren früher ganz alltägliche Gemüsepflanzen, die auch kultiviert wurden. Heute sind sie leider in Vergessenheit geraten. Dabei lassen sie sich so leicht anbauen.

♥♥♥

Oxalsäure

Oxalsäure kommt ebenfalls in einigen Gemüsesorten vor. Sie geht im Körper Verbindungen mit Calcium ein, die nicht mehr abgebaut werden können und ausgeschieden werden. Problem dabei ist, dass sie dabei die Nierenkanäle verstopfen. Bei häufigen Verzehr kann es so zu Nierensteinbildung kommen.

Echte Zitronensäure aus Früchten verhindert übrigens die Steinbildung.

(Zitronensäure als Zutat und Konservierungsmittel in Industrieprodukten hat mit echter Zitronensäure allerdings nichts zu tun, sondern ist ein künstlich hergestelltes Produkt: E 330.)

Ebenfalls entstehen schon bei der Zubereitung, noch vor dem Verzehr, solche Verbindungen, die man besser vermeidet.

Vorsicht bei:

Spinat, Mangold, Petersilie, rote Beete und Kakao.

Im Vergleich – Oxalsäure in mg auf 100 g Nahrungsmittel: (5-15 g gilt als tödliche Dosis)

Spinat – 442

Mangold – 650

Kopfsalat – 0

Apfel – 0,5

Rote Beete hat zwar im grünen Smoothie nichts zu suchen, jedoch kommt sie in der Rohkostküche gern vor, deshalb wollte ich sie gern erwähnt haben.

Bei der Zubereitung entstehen diese Verbindungen schon wenn diese Nahrungsmittel zerkleinert und zusammen mit Milchprodukten verwendet werden.

Nicht jeder Liebhaber von grünen Smoothies ist Veganer und so landet schnell mal statt Wasser Milch im Smoothie. Und auch bei Schokolade ist die Menge an Kakao teilweise nicht unerheblich. Ein paar Stück Schoki sind nicht der Rede Wert aber wie schnell hat man eine Tafel weg gemümmelt, an Schlechtwettertagen oder als Trösterli auch mal gern täglich über einen längeren Zeitraum, wer kennt das nicht.

Also liebe Smoothie-Freunde – Spinat, Mangold, Petersilie, rote Beete und Kakao in Mengen von ca. 1 Hand voll genießen. Und Milch hat an grünen Smoothies nix zu suchen.

Bei allen anderen Blattsalaten können wir bedenkenlos zugreifen und auch mal 3 Hände voll und mehr essen.

An sonsten gibt es an Grünen Smoothies nur Wunderbares.

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