WARUM BEWUSST GESUND LEBENDE MENSCHEN PFLANZENMILCH TRINKEN

Pflanzenmilch Hafermilch

♥♥♥

Bei Milch denken wir im Allgemeinen an Kuhmilch und vergessen dabei, dass uns Pflanzenmilch ebenso als Nahrung zur Verfügung steht. Wer jetzt denkt, dass diese nur für Veganer gedacht ist, der irrt sich. Denn längst trinkt jeder gesundheitsbewusste Mensch pflanzliche Milch wie auch viele Völker auf der Erde, in Ländern, wo generell keine Kuhmilch verzehrt wird.

Warum du deinen Speiseplan mit pflanzlicher Milch erweitern solltest, dafür gibt es jede Menge Gründe.

Aber erstmal, welche Milchsorten gibt es denn überhaupt?

Hafermilch, Reismilch, Mandelmilch, Haselnussmilch, Kokosmilch, Hanfmilch, Sojamilch… ~

Eigentlich kannst du aus jeder Nuss und jedem Getreide auch Milch herstellen. Viele Sorten gibt es fertig zu kaufen. Und zusätzlich gibt es jede Menge pflanzlicher Sahne- und Joghurtprodukte. Wer ein Herz fürs Kochen und Backen hat, sollte mit diesem Angebot eigentlich herzhüpfglücklich sein. 🙂

Warum aber solltest du deinen Speiseplan mit Pflanzenmilch erweitern?

Basisch und gut für unser Immunsystem ~

Pflanzenmilch ist basisch und hält den Darm und damit unser Immunsystem gesund. Denn alle basischen Lebensmittel tragen dazu bei, dass das Säure-Basengleichgewicht im Körper stimmt und somit vor allem im Darm die nützlichen lebenden Kulturen erhalten bleiben. Positiver Effekt des Ganzen: Mineralstoffe werden dem Körper bei der Verdauung auch zugefügt und nicht entzogen. Denn alle Säurebildner – wie auch tierische Milch, entziehen dem Körper permanent Mineralstoffe.

Ist der Darm gesund, ist auch unser Immunsystem intakt, denn im Darm finden die meisten Abwehrreaktionen statt.

Frei von unbedenklichen Inhalten ~

Milchprodukte sind oft mit Zucker, Aromen und bedenklichen Zusatzstoffen versetzt. Deine Kuhmilch selbst herstellen kannst du nicht. Pflanzenmilch dagegen schon und das in Sekundenschnelle.

Wenn ich Getreidemilch oder Nussmilch herstelle, verwende ich lediglich reine naturbelassene Getreide oder Nüsse, bestenfalls in Rohkostqualität, ein paar Tropfen gutes pflanzliches Öl kaltgepresst, Wasser und eventuell etwas reine natürliche Süße. Keine verarbeiteten Süßstoffe.

Mehr ist da nicht dran.

Ist Milch bedenklich? ~

Milchfette – Unsere heutige hocherhitzte homogenisierte Milch hat mit Rohmilch nicht mehr viel gemeinsam. Und Rohmilch darf lt. Gesetz nicht im Handel angeboten werden. Die Milchfette werden durch den Verarbeitungsprozess in kleinste Partikel zerteilt, sodass die Milchfette wunderbar in unsere Blutbahn gelangen. Und dort richten sie auf Dauer jede Menge Schaden an. Unser Körper ist zwar mit einer allgemein gesunden Ernährung in der Lage, diese Schäden zu beheben, jedoch ist er nach dem Milchverzehr nur damit beschäftigt und andere Körperfunktionen oder Heilprozesse wie z.B. Zellreperaturen bleiben solang auf der Strecke.

Milchproteine – Ebenso sind die Milchproteine wie kleine Fingerabdrücke. Jede Milch kann einer Kuh zugeordnet werden. Und genau die Milch der eigenen Mutterkuh kann ein Kalb mit den eigenen Enzymen auch optimal verwerten. Für uns stellt es jedoch ein körperfremdes Protein dar und wird schlecht verwertet. Milch aus dem Geschäft enthält Milchproteine von hunderten verschiedenen Tieren. Der Körper weiß erstmal gar nicht, als was er diesen Mix aus körperfremden Proteinen behandeln soll, was auch ein Grund dafür ist, warum viele Menschen von Milch Verdauungsprobleme bekommen.

Milch in Zusammenhang mit Krebs – Es gibt etliche Studien, die den Zusammenhang zwischen Milchverzehr während eines bestimmten Lebensalters und bestimmten Krebsarten herleiten. Auch die DGE hat dies schon bestätigt. In einem Interview bestätigte eine Sprecherin der DGE z.B. den Zusammenhang zwischen Milch im Jugendalter und Prostatakrebs. (Das Video zum Interview auf YouTube finde ich leider nicht mehr, werde es aber verlinken, sobald ich es wieder sehe.) Jedoch wird von der DGE immernoch ein täglicher Milchkonsum empfohlen, denn in Milch steckt ja so viel Calcium. Als ob wir nicht Millionen Jahre ohne Milch gelebt hätten und als ob es keine anderen Calciumquellen gäbe. Keine andere Spezies auf diesem Planet leidet an Calciummangel oder Osteoporose. Der Mensch ist der einzige Erdling, der nach den Empfehlungen der DGE am besten täglich und auch als Erwachsener Mensch noch Muttermilch anderer Spezies verzehren soll.

Die Folgen von hocherhitzter Milch – Unsere Omas haben bei Gewitter die Milch noch ans Fenster gestellt, damit sie sauer wurde. Saure Milch entsteht durch Milchsäurebakterien und die sind für bestimmte Vorgänge im Körper nützlich sowie auch bei Heilungsprozessen im Körper von Vorteil. Früher war es aber auch Rohmilch, die wir kaufen konnten.

In unserer heutigen Milch sind durch das Bearbeitungsverfahren keine Bakterienkulturen mehr in der Milch enthalten. Die überleben das Verfahren nämlich nicht. Ist Milch sauer, dann ist sie auch schlecht. Mit gesunder saurer Milch hat das nichts mehr zu tun.

Die nützlichen Milchsäurebakterien erhalten wir übrigens nicht nur aus saurer Frischmilch, sondern aus jeder fermentierten Nahrung. Sie stehen uns also mit ganz natürlicher Nahrung zur Verfügung.

Milch als Säurebildner – begünstigt viele Krankheiten.

Hier sollte man also die Vor- und Nachteile genau abwägen.

Milch ist zum Wachsen da ~

Es gibt einen Grund, warum der Mensch keine Milch verträgt, auch wenn wir in den Industrienationen unsere Verdauung an Milch und damit an die Laktose gewöhnt haben.

Es gibt auch einen Grund, warum Säugetiere Milch produzieren, sobald sie Junge bekommen und auch nur solang, bis diese selbst dazu in der Lage sind, feste Nahrung zu zerkauen. Milch ist Muttermilch. Milch ist zum Wachsen da. Muttermilch ist für die eigene Spezies. Wenn ich dir jetzt meine Muttermilch anbieten würde, fändest du das eklig und ich wäre stinksauer, wenn du die Milch für mein Kind weg trinkst. Warum also trinkst du die Muttermilch anderer Spezies?

Milch und Gewohnheit ~

In schlechten Zeiten war Milch so etwas wie eine Notnahrung, eine Ersatznahrung. Wir leben aber in einer Zeit mit einem Überangebot an Nahrung. Und trotzdem, Milch muss in Cornflakes, Müsli, an Kakao, Milchshakes, Kuchen usw.

Wenn wir doch das alles so gern essen, warum nicht einfach mal mit Pflanzenmilch probieren? Warum beschränken wir uns auf eine einzige Milchsorte, wo wir doch weit mehr als 10 Milchsorten zur Auswahl hätten?

Pflanzenmilch und Geschmack ~

Mir sagt man immer wieder, meine Pflanzenmilch schmeckt aber nicht wie Milch. Nein – sie schmeckt nicht wie Milch weil sie eben etwas Anderes ist. Man muss sich auch darauf einlassen, dass eine andere Milch einen anderen, eben ganz eigenen Geschmack hat und nicht den gewohnten Milchgeschmack erwarten. Wenn man mit dem Gedanken ran geht “mal sehen wie das schmeckt”, wird man schnell seine neuen Milchfavoriten finden und den neuen Geschmack auch lieben und schätzen lernen. Wer natürlich nur eine Pflanzenmilch sucht, die den gewohnten Kuhmilchgeschmack besitzt, der wird seinen Speiseplan sicher nicht mit mehr Auswahl bereichern können.

Meine Favoriten sind z.B. Mandelmilch, Hafermilch und Reismilch weil sie alle leicht süßlich schmecken.

Milchersatzprodukte? ~

Im Grunde trifft es das Wort nicht wirklich. Milch muss nicht ersetzt werden denn Kuhmilch ist ein Nahrungsmittel und Pflanzenmilch ist ebenso ein Nahrungsmittel. Dass wir es als Ersatz betrachten, ist nur eine Kopfsache weil eben Kuhmilch für uns die Normalität bedeutet.

Betrachten wir die Menschheitsgeschichte, benutzen wir Milch erst seit ca. 5000 Jahren. Einige umstrittene Belege gehen etwas weiter zurück. Gesehen an der gesamten Evolutionsgeschichte des Menschen ist das nichts. Wir haben uns Millionen von Jahren ohne das tägliche Glas Milch ernährt. Milch war Millionen von Jahren für uns als Säuglinge verfügbar. Und genau für Säuglinge ist sie auch heute noch da.

Und warum wird das tägliche Glas Milch empfohlen?

Ja – warum? Was ist mit den Menschen aus anderen Ländern, die nicht nach den Empfehlungen der DGE leben? Was ist mit den Völkern auf der Erde, der keine Milch trinken? Die deshalb auch keine Milch vertragen? Haben die alle Calciummangel? Haben die alle Osteoporose?

Komischerweise gibt es nur so hohe Osteoporoseerkrankungsraten in Ländern, die viel Milch konsumieren. In Ländern, wo keine Milch konsumiert wird, gibt es nur verschwind geringe Fälle von Osteoporose. Müssten wir nicht eigentlich bei unserem hohen Milchkonsum die besten Knochen haben? Warum ist dann das Gegenteil der Fall?

Calcium und Osteoporose ~

In Milch ist zwar viel Calcium enthalten aber das darin enthaltenen Calcium hat für uns eine schlechte Bioverfügbarkein und kann von uns nicht gut aufgenommen werden. Zudem wird viel Calcium durch die Übersäurerung im Darm ausgeschwemmt, auch Calcium, was schon im Körper vorhanden ist. Das wiederum begünstigt Osteoporose.

Wo bekommen wir denn sonst unser Calcium her?

Und wie kommt das Calcium überhaupt in die Milch?

In jedem Gründen Blattgemüse – dunkelgrünem! Blattgemüse steckt Calcium und genau das sollten wir täglich auch viiiiieeeeel essen. Tun wir das?

Dieses Calcium aus pflanzlichen Quellen hat für uns eine hervorragende Bioverfügbarkeit und wird optimal vom Körper aufgenommen ohne weiteres Calcium auszuschwemmen. Und dieses Blattgrün steckt noch voller anderer wichtiger Mineralien, Vitamine und Enzyme.

Und weil es so wichtig ist, viiiieeeel Blattgrün, viiiiieeeeel grünes Gemüse zu essen nochmal – tun wir das? Wie oft hast du heute schon grünes Gemüse gegessen?

Bedenke immer – das Calcium ist in der Milch weil es eine halbe Stunde, bevor es Milch wurde, noch Gras war.

🙂

♥♥♥

11 Comments on “WARUM BEWUSST GESUND LEBENDE MENSCHEN PFLANZENMILCH TRINKEN

  1. Hallo auch, schön erklärt, aber wie kann ich Getreide’milch’ selber herstellen? Sie haben es zwar kurz erklärt, aber nicht wie es auszuführen wäre. Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir weiterhelfen könnten. Entsteht da nicht ein Fermentationsprozess?
    Ganz liebe Grüße – Roswitha

  2. Hallo, Interessant und spannend habe mich bisher noch nicht damit beschäftigt, jetzt schon. Eine Anmerkung du schriebst pasteurisieren und meintest in diesem Zusammenhang aber homogenisieren, das verkleinert die fettmoleküle damit sich das nicht oben absetzt.

    • Vielen Dank für den Hinweis. Habe ich tatsächlich verwechselt. Ich werde den Fehler noch überarbeiten. 🙂

  3. Mhm,das mit den verschiedenen Proteinen u.Verwirrung kann man so nicht sagen,da die starke Magensäure alle Proteine denaturiert(sprich:keine Funktionsfähigkeit mehr d.Proteine),somit sind keine Immunreaktionen notwendig!!! Zudem gibt es auch bei z.B.Leguminosen einen hohen Proteinanteil – Würde man da auch mischen,wäre das nach deiner Meinung auch schlecht? 😀
    Zudem werden d.Verdauungsprobleme durch die Lactoseintoleranz begründet,sprich d.Darm fehlt das Enzym,um die Lactose zu spalten u.zu resorbieren: Durch Mutation,Selektion,Evolution (also vorteilhaft) haben zumindest Europäer keine LIT mehr.Die Lactose wird dann von Bakterien verstoffwechselt,welche Gase etc.freisetzen:DAS führt zu Problemen des Gastrointestinaltraktes!
    Es gibt z.B.von Demeter-Bauern ab Hof tolle Milch,die nur kurz pasteurisiert u.nicht homogenisiert wird!Die Supermarkt-Milch finde ich auch nicht gut,aber man sollte sich auch immer der eigenen Verbrauchermacht bewusst sein u.dann z.B.Demetermilch ab Hof kaufen. Und man sollte nicht alles verteufeln!!,besonders nicht,wenn man keine fundierten wissenschaftlichen Grundlagen,z.B.über biochemische Körperprozesse,hat. Zentrum d.Gesundheit ist z.B. keine vertrauenswürdige Quelle,siehe deren Impressum!
    Dein Blog ist interessant u.lesenswert,keine Frage,dennoch: siehe oben!
    Liebe Grüße.
    Und ich bin gespannt,ob du den Kommentar veröffentlichst.

    • Danke für deinen kritischen Kommentar Sandra,
      natürlich bin ich offen für Kritik und bedenke möglichest jeden Aspekt. Ich schreibe jedoch keinen Beitrag, nur weil ich mal einen Artikel dazu auf “Zentrum der Gesundheit” gelesen habe. Wenn ich einen Kommentar zu Gesundheit gebe, dann ist der aus vielen verschiedenen Quellen über die Jahre gefestigt worden, darunter auch Studien, die meine gebildete Meinung zu einem Thema gefestigt haben. Und natürlich kann sich das auch wieder durch neue Erkenntnisse ändern. Außerdem geht mein gesundheitliches Interesse schon längst über Lebensmittel hinaus und ich habe mir ein tiefgreifendes Wissen über Körperprozesse, Anatomie, Biochemie und auch über Krankheitsentstehung und Heilung angeeignet. Nicht nur über Bücher sondern auch über Kurse, Vorträge und verschiedene Ausbildungen. Nur weil ich kein Wissenschaftler bin, heißt das nicht, dass ich kein fundiertes Wissen darüber habe. Ich sauge alles Wissen zu den Themen jetzt seit 19 Jahren in mich auf. Ich habe Hunderte Bücher dazu gelesen und weit mehr als hundert Vorträge besucht. Die einzelnen Puzzleteile haben sich über die Jahre immer nur zusammengefügt und Themen verschiedenster Richtungen verbunden. Ich denke, das kann man gleich setzen mit einem Selbststudium.
      Zum Thema: Ich schreibe nicht, dass es schlecht ist, dass wir uns an Laktoseintoleranz angepasst haben. Ich schreibe, dass es nicht nötig ist, Muttermilch anderer Spezies zu trinken (vor allem als Erwachsener) und dass Pflanzenmilch Vorteile hat und eben gar keine Nachteile und warum wir unseren Speiseplan eben nicht erweitern sollten. Dass Pflanzenmilch in der Gesundheitsbranche längst zum Speiseplan gehört, ist Fakt. Ich möchte Menschen inspirieren, über Vor- und Nachteile von verschiedenen Lebensmitteln nachzudenken, zu hinterfragen und ihren Speiseplan zu erweitern. Viele Menschen denken um. Sie suchen nach Antworten auf eine gesündere, tierfreundliche oder vegane Alternative. Und unsere DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) hat eben leider keine Tipps dazu. Im Gegensatz übrigens zu den Ernährungsgesellschaften anderer Länder. Da kann man sich auch über Alternativen informieren.
      Ich verteufel auch keine Milch. Ich für mich brauche keine Muttermilch aber bin der Meinung, wenn es sein muss, dann halt Milch in bester Qualität. Demeter-Standard. Oder von einem Bauern, bei dem man vollfette und nur ganz kurz erhitzte Milch bekommt. Trotzdem habe ich immer die negativen Aspekte dabei im Kopf und bei Pflanzenmich eben nicht. 😉 🙂

  4. Liebe Janine,
    wenn man einen anderen Weg geht hat man immer viele Kritiker.
    Alles auf deiner Seite ist sehr gut recherchiert. Zentrum der
    Gesundheit ist eine sehr informative Seite, man kann alles
    schlecht reden.Kuhmilch verschleimt den ganzen Körper.Mein Sohn
    hat als Kind viel Milch getrunken und hatte ständig eine quälende Nasennebenhöhlenentzündung.Ohne Milch ist er schon seit Jahren gesund.Mach weiter so.Liebe Grüße Sonja

  5. Hallo liebe Janine,

    ich bin durch ZUFALL 🙂 über die goldene Milch gestolpert. Seit 3 Tagen trinke ich diese täglich. Da ich Kuhmilch nicht vertrage – Lactoseintoleranz und bekomme Neurodermitis davon – verwende ich viel Pflanzenmilch. Einige mache ich selber wie die Hanfmilch……
    Deine Seite finde ich total klasse und habe diese auch schon weiter empfohlen! Im übrigen finde ich auch, das man kein Wissenschaftler sein muss, um ein gewisses Wissen zu bekommen. Ich finde sogar, das Menschen, die sich die Zeit nehmen und selber recherchieren, auf Vorträge gehen etc. besser informiert sind, denn die Puzzleteilchen fügen sich immer sehr schön zusammen.
    Danke für die tolle Seite!
    Herzlichste Grüße

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *