VITAMIN B12 // 8 FAKTEN UND MEIN FAZIT

Vitamin B12 in Brotdrunk2v

Vitamin B 12 Mangel führt zu chronischer Müdigkeit, nachlassender Konzentration, Leistungsschwäche, Blutarmut, Depressionen und irreparablen Nervenschäden. Wie beugst du einem Mangel vor? Hast du dir schonmal Gedanken darüber gemacht?

Derzeit machen sich immer mehr Menschen Gedanken um ihren Vitamin B12 Haushalt. Es ist längst nicht mehr nur der Veganer der sich allein wegen der Vorurteile damit auseinander setzt, sondern es ist auch bei allen sonstigen Gesundheitsbewussten angekommen. Denn laut Studien sollen angeblich 20 % aller Menschen eine zu geringe B12 Konzentration im Körper haben, unabhängig von ihrer Ernährungsweise.

Vitamin B12 ist wichtig für die Zellteilung, die Blutbildung und unser Nervensystem.

Ein Mangel führt zu chronischer Müdigkeit, nachlassender Konzentration, Leistungsschwäche, Blutarmut, Depressionen und irreparablen Nervenschäden.

Der Tagesbedarf ist angegeben mit 3 Mikrogramm, Schwanger und Stillende etwas mehr. Überdosieren kann man nicht.

Vitamin B12 in Brotdrunk vLetztmalig habe ich das Thema während des Basenfastens aufgegriffen und zwar wegen des “Kanne Brottrunks”. Denn da steht bei der Nährwertinformation, dass er 1,04 Mikrogramm Vitamin B12 auf 100 ml enthält. Wäre das verwertbar, wäre es schon verlockend, auch wenn er gar nicht mal so lecker schmeckt 😉

Und deswegen habe ich das ganze Thema noch mal intensiv recherchiert und die Fakten und mein Fazit zusammen gestellt:

Nr. 1

Pflanzen enthalten kein Vitamin B12 weil Pflanzen es nicht benötigen.

Nr. 2

Es gibt Pflanzen, die eine gewisse Konzentration davon aufweisen. Dazu gehören z.B. Weizengras, Sauerkraut, Chlorella, oder generell ungewaschenes Gemüse usw. jedoch wäre das laut Studien nie ausreichend. Es gibt kein pflanzliches Produkt, von dem wir so viel essen können, dass unser Tagesbedarf dadurch gedeckt wäre. Es kommt lediglich in Sporen vor.

Nr. 3

Alle Tiere und auch wir Menschen enthalten Vitamin B12 da es für verschiedene Körperfunktionen benötigt wird. Jetzt bleibt natürlich die Frage, wie kommt es da rein.

Viele von uns essen zwar Fleisch, aber das ist nur ein Umweg, um da ran zu kommen. Pflanzenfresser haben ebenso Vitamin B12 im Körper.

Nr. 4

Gebildet wird es im Verdauungstrakt durch Mikroorganismen, die in pflanzlicher Nahrung enthalten sind. Das heißt, es ist in Fleisch enthalten, weil sich die Tiere überwiegend von pflanzlicher Nahrung ernähren. Da Nutztiere in der Regel kaum noch artgerechtes Futter bekommen und ebenfalls eine zu geringe B12 Konzentration aufweisen, wird ihr Futter mit B12 angereichert. (In der EU ist das zwar nicht erlaubt, aber wer weiß schon noch sicher, wo unser Fleisch herkommt).

Nr. 5

Gibt ein Bluttest Aufschluss? – Jein

Beim Bluttest werden auch B12 Analoge als Konzentration gewertet. Analoge sind nicht biologisch aktiv. Sie sind in der Molekularstruktur dem B12 ähnlich, sie haben aber nicht die gleiche Wirksamkeit. Sie tun also nur so, als ob sie Vitamin B12 wären.

Ergibt der Bluttest keinen Mangel, so weiß man nicht, ob nur Analoge das Ergebnis verfälscht haben. Ergibt der Bluttest einen Mangel, so weiß man wenigstens, dass neben dem richtigen B12 auch keine Analoge da sind. Dem Blutwert ist allerdings auch dann nicht wirklich zu trauen weil B12 auch im Körper, hauptsächlich in der Leber, gespeichert wird. Wir müssten also Gewebe biopsieren lassen, um mehr zu wissen.

Laut Untersuchungen liefern herkömmliche Bluttests in 22-35 % aller Fälle ein falsches Ergebnis.

Nr. 6

Neben dem Blutwert ist der HoloTC-Wert aufschlussreicher. Es gibt ein Ärzteblatt dazu, mit dem man direkt zum Arzt oder Heilpraktiker gehen kann.

http://www.wagnerstibbe.de/fileadmin/Dateien/PDF/Aerztliche_Rundschreiben/Vitamin_B12_Mangel.pdf

Nr. 7

Immer wieder liest man dass Vitamin B12, welches im Körper durch Bakterien gebildet wird, nicht für uns verwertbar ist, weil es im Dickdarm gebildet wird. Jedoch absorbiert der Dünndarm als auch der Dickdarm Nährstoffe, auch wenn es vom Dickdarm nur noch eine Nebenaufgabe ist und ein kleines Stück ist, wo die Nährstoffaufnahme erfolgen kann. Ein Großteil wird dadurch wahrscheinlich ungenutzt ausgescheiden. In der Natur decken Pflanzenfresser ihren Bedarf über Mikroorganismen in ihrer Darmflora ab. Es ist also umso wichtiger, auf eine gesunde Darmflora zu achten.

Wer heutzutage von sich sagt, er ernähre sich normal, der kann sich ziemlich sicher sein, dass er einen übersäuterten Körper hat und damit auch eine gestörte Darmflora. Im Säure-Basen-Gleichgewicht liegt man nur mit einer pflanzenbasierten Ernährung. Dabei sollte 80 % unverarbeitete pflanzliche Nahrung sein.

Nr. 8

Die meisten Vitamine werden beim Kochen zerstört. Was ist mit Vitamin B12 im Fleisch? Vitamin B12 ist relativ hitzestabil und zersetzt sich erst bei knappen 400° C.

Mein Fazit:

Ich vertraue nicht darauf, dass der empfohlene Tagesbedarf relevant ist. Es wird von Mengen ausgegangen, die in der Nahrung gemäß den allgemeinen Empfehlungen möglicherweise enthalten sind und das wird dann als Tagesbedarf festgesetzt. Aber ist das wirklich so? Das Vitamin wird im Verdauungstrakt von Mikroorganismen gebildet. Es gibt keinerlei Aussagen darüber, wie viel Vitamin B12 im Körper gebildet wird, wenn die Darmflora intakt ist. Reicht vielleicht der Bedarf, den wir durch Rohkost (unsere Urkost) bilden, doch aus? Rohköstler nehmen eine beträchtliche Menge unverarbeiteter Pflanzen inkl. Mikroorganismen, die nicht zerkocht werden, zu sich.

Natürlich kauen wir nicht den ganzen Tag Grün wie Weidetiere aber das tuen unsere nächsten Verwandten auch nicht. Sie ernähren sich ganz normal rein pflanzlich und hin und wieder von Insekten. Und ich denke nicht, dass diese von Natur aus einen Vitamin B12 Mangel haben. Genauso sieht unsere Urkost aus und Rohköstler folgen dem weitestgehend.

Wir sind ein Teil der Natur und die Natur hat alles so eingerichtet, dass es auch funktioniert. Warum sollten wir also im letzten Stück Dickdarm noch etwas Brauchbares gebildet bekommen und können es dann nicht ausreichend verwerten? Es erscheint mir unnatürlich, dieses Vitamin nehmen zu müssen. Und es erscheint mir auch unnatürlich, einen Bedarf anzunehmen, der aufgrund der allgemeinen Ernährungsempfehlungen auf der fleischlischen Zufuhr basiert. Natürlich erscheint mir nur, ausreichend unverarbeitete pflanzliche Nahrung mit Vitamin B12 bildender Mikroorganismen zu essen und gleichzeitig eine gesund Darmflora zu besitzen, wodurch das dort gebildete Vitamin B12 auch verwertbar ist.

Da aber noch viel geforscht wird und derzeit noch viele unterschiedliche Meinungen herrschen, supplementiere ich hin und wieder. (etwa 1 mal pro Woche)

Das ist das einzige was ich supplementiere.

Lieber einem Mangel vorbeugen, als akribisch zu sagen, ich bräuchte keine Tabletten zu nehmen.

Ich bin kein Freund von Medikamenten und erst recht nicht von Vitaminzusätzen aber in diesem einen Fall sehe ich das doch anders. Ich vertraue auf die Natur und unseren Körper. Ich bin mittlerweile auf eine fast volle Rohkosternährung umgestiegen. Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob in unserer angebauten, teilweise behandelten und gewaschenen pflanzlichen Nahrung genügend Mikroorganismen vorhanden sind, um eben das biologisch aktive Vitamin B12 zu bilden.

Es ist halt doch was anderes, als wenn man sich direkt aus der Natur von der Hand in den Mund ernährt. Und solang sich da keiner wirklich sicher ist, supplementiere ich. Denn ich möchte nicht zu den 20 % gehören, die einen B 12 Mangel aufweisen.

Dabei achte ich extra darauf, dass keine unnatürlichen Zusätze enthalten sind. Das B12 aus dem Kräuterhaus scheint mir ein unbedenkliches Produkt zu sein. (Wer möchte, dem kann ich über Freundschaftswerbung mit einen 10,- € Gutschein weiterhelfen, einfach anschreiben, am besten via Facebook.)

So und für jeden, der jetzt denkt, mit Fleisch wäre er auf der sicheren Seite – anfangs hatte ich ja schon gesagt, ca. 20 % weisen nachweislich eine zu niedrige Konzentration an B12 auf – nur so als kleinen Denkanstoß: 20 % sind nicht nur die Veganer, wir sind nämlich gar nicht so viele dass wir 20 % “Mangelernährte” abdecken können. 😉

3 Comments on “VITAMIN B12 // 8 FAKTEN UND MEIN FAZIT

  1. Ganz interessant, aber wenn Du mal wieder was postest, verfahre lieber nach der Regel: Auf den Punkt bringen. Du schreibst viel zu viel und selbst Dein Fazit, welches eigentlich alles auf den Punkt bringen sollte, ist nochmal ein halber Roman. Dort hättest Du besser kurz und bündig schreiben sollen, was Du konkret für eine optimale Ernährung gegen B12-Mangel empfiehlst. Abgesehen davon machst Du noch zu viele Absätze und verwendest Fettschrift zu inflationär.

    • Danke auch für den kritischen Hinweis. Ich weiß, ich schreibe immer zu viel. Aber ich arbeite an mir und bearbeite auch alte Einträge nochmal.

      • Danke Janine für den Artikel ! Sehr gut recheriert und schön geschrieben! Lass Dich nicht beirren von der Kritik Du schreibst zuviel.
        Haste gut gemacht und der Artikel bekommt das Prädikat ” Sehr Wertvoll” von mir !
        Danke nochmal dafür !

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