Richtig trinken und warum es teure und billige Wasser gibt

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Hand aufs Herz, trinkst du ausreichend Wasser? Ich ertappe mich schonmal mit dem Gedanken, ich hätte zu wenig getrunken. Und weil ich mir manchmal wünsche, mich würde jemand daran erinnern, möchte ich heute euch animieren, mehr Wasser zu trinken. Und am besten geht das, wenn man sich kurz ins Gedächtnis zurück ruft, warum Wasser so wichtig ist. Ich habe schon lange beschlossen, sehr auf mich zu achten und jeder Tag, an dem ich zu wenig getrunken habe, bereitet mir ein schlechtes Gewissen meinem Körper gegenüber. Ich verrate euch, was es bei Wasser alles zu beachten gibt und meine Tricks, 3 Liter Flüssigkeit am Tag fast automatisch zu trinken.

Richtig trinken heißt für mich, ein gutes Wasser zu trinken und Wasser als Hauptbestandteil meiner Flüssigkeitszufuhr zu wählen. Als Kind habe ich immer nur Säfte getrunken, wir waren verwöhnt und rümpften bei Wasser die Nase. Ich habe mir erst später angewöhnt, Wasser zu trinken und als Ausnahme eher mal Saftschorlen. Früchte esse ich jetzt lieber pur. Aber Wasser ist nicht gleich Wasser. Schau dir die Angaben auf deiner Mineralwasserflasche an. Die Werte Calcium und Natrium sind wichtig. Ein gutes Wasser (meist auch etwas teurer) hat weniger als 80 mg Natrium pro Liter und mehr als 300 mg Calcium sowie weitere Mineralstoffe in nicht unerheblicher Menge. Ein höherer Natriumwert sorgt für Wassereinlagerungen im Bindegewebe. Das mag manch einem egal sein aber seit ich mit meinen Wasserknien und Reiterhosen so furchtbar zu kämpfen hatte, beachte ich das lieber. Ich bin froh, dass ich das wieder los geworden bin.

richtig trinken (5)Der Calciumwert sollte über 300 mg pro Liter Wasser sein, denn das ist die Menge, die wir täglich verlieren. Fast unser gesamter Calciumvorrat ist in Knochen und Zähnen gespeichert, aber ein Teil muss im Blut immer vorrätig sein, damit es für verschiedene Körperfunktionen zur Verfügung steht. Ersetzen wir nicht täglich diese Menge, baut der Körper weiteres Calcium aus den Knochen ab.
Unsere Calciumspeicher werden aber nur in jungen Jahren aufgebaut. Alles, was wir bis zum 25. Lebensjahr nicht gespeichert haben, können wir nicht mehr nachholen. Mit einem guten Mineralwasser versorgen wir unseren Körper konstant über den Tag verteilt mit Calcium und müssen nicht auf unseren Speicher zurück greifen. Knochen, Zähne und Körperfunktionen bleiben stabil.

Ich trinke ausschließlich stille Mineralwasser oder Leitungswasser weil Kohlensäure das Verdauungssystem reizt. Mein Verdauungssystem ist mir extrem wichtig. Ich achte immer auf meine Mitte und besonders auf Darmgesundheit, deshalb greife ich gern zu einem Wasser, was auch meiner Verdauung bekommt.

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Zwischen 2,5 und 3 Liter Flüssigkeit braucht der Körper täglich. Bei Hitze und körperlicher Anstrengung auch mehr. Etwa 2,5 Liter Wasser gehen täglich durch Ausscheidungen verloren. Wer die nicht ausgleicht, behindert sämtliche Körperfunktionen und unser Immunsystem. Denn ohne ständigen Wasseraustausch von Zelle zu Zelle kann kein Nährstofftransport statt finden und auch unser Lymphsystem kann ohne ausreichend Wasser nicht arbeiten, was das Immunsystem wesentlich beeinträchtigt. Auch Ausscheidungen können nicht richtig abtransportiert werden. Ein Zeichen von Wassermangel sind Kopfschmerzen, sie treten aber immer erst einen Tag später auf.

Die Nieren lassen pro halbe Stunde nur ca. 200 ml Wasser passieren, es nützt also nichts, einen Liter auf einmal zu trinken. Verteile deine 3 Liter gut über den Tag. Ein Teil der Flüssigkeit kommt auch aus Obst und Gemüse. Und das ist sogar bestes Wasser, da es bereits pflanzengefiltert ist.

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Wenn du kannst, kaufe dir einen Wasserfilter. Ich meine keinen Filter, der dafür sorgt, dass deine Gläser nicht verkalkt aussehen, sondern eine Umkehr-Osmose-Anlage. Denn unsere Grundwässer sind durch Massentierhaltung, Monokultur und Umweltverschmutzung so stark belastet, dass unsere Gesundheit davon beeinträchtigt wird. Es heißt zwar immer, Leitungswasser hätte eine sehr gute Qualität aber die Testergebnisse sehen anders aus. Regelmäßig werden Tierarzneimittel, Antiparasitika, Pestizide und Herbizide, Antibiotika, Schmerzmittel und Röntgenkontrastmittel im Trinkwasser nachgewiesen. Als Leserin der Öko-Test sehe ich leider immer wieder alarmierende Ergebnisse und es bleibt keine Region von den Folgen unseres ausbeuterischen Lebensstils verschont. Der Satz “wir haben aber gutes Trinkwasser” hat schon lange ausgedient. Was einmal im Grundwasser ist, gelangt über Verdunstung und Regen in jede Region. Keine Region ist mehr unbelastet.

Da eine Umkehr-Osmose-Anlage schon echt eine teure Investition ist, kaufe ich im Moment keine. Wir kaufen aber hin und wieder die Lifesaverflasche, schon allein für die Tage, die wir komplett in der Natur verbringen. Sie filtert ALLES raus, nicht nur Bakterien, sondern auch die viel kleineren Viren. Mit der Life-Saver-Flasche kannst du aus Brackwasser sauberstes Trinkwasser bekommen. Der Preis ist auch nicht teuer, wenn man bedenkt, dass man 4000 Liter damit filtern kann. So viel gebe ich locker im Jahr für Wasserkästen aus. Wenn du sie einmal dabei hast, kannst du überall dein Wasser zapfen. Auch am Flughafen hat sie sich schon öfters gelohnt. Du kannst nach der Sicherheitskontrolle die Flasche wieder auffüllen.

Sonstige Schadstoffe beim Trinken vermeidest du, wenn du Glasflaschen statt Plastikflaschen kaufst und Getränke, die Farbstoffe, Zucker, Zuckeraustauschstoffe, Aromen oder Energy enthalten, weg lässt. Reichere dein Wasser lieber mit Früchten und Minz- oder Basilikumblättchen an, um mehr Abwechslung zu bekommen.

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Im Übrigen, Kaffee, Milch und Alkohol zählt nicht zum Flüssigkeitshaushalt. Kaffee und Alkohol entziehen dem Körper Wasser und Mineralstoffe. Milch zählt als Mahlzeit, durch seine übersäuernde Wirkung auf den Körper entzieht es beim Erwachsenen Menschen jedoch ebenfalls mehr Calcium, als es liefert. Nichts davon eignet sich, um den Flüssigkeitshaushalt zu decken. Kaffee ist allenfalls für das Durchspülen des Darms nützlich.

Tipps und Tricks ~ so erreiche ich leicht 3 Liter am Tag.
Wer mich kennt, weiß, dass ich jeden Morgen ein Glas warmes Wasser trinke, um den Kreislauf aufzuwecken. Bleiben noch 2,8 Liter.
Zum Frühstück trinke ich kein Wasser, aber gerne einen Tee, der zählt als Flüssigkeit. Bleiben noch 2,5 Liter.
Das Frühstück selbst besteht bei mir oft aus einem Smoothie oder es gibt einen Smoothie als Zwischenmahlzeit nach dem Frühstück. So weiß ich, dass ich bis dahin schon insgesamt etwa 1 Liter Flüssigkeit getrunken habe.
Vor der Nachmittags- oder Abendmahlzeit trinke ich nochmal jeweils ein Glas Wasser, bleiben noch 1,6 Liter.
Eine Wasserflasche habe ich immer dabei, egal wo ich bin, die wandert immer morgens in meine Handtasche. Sie fasst 0,75 Liter und ist immer leer, wenn ich wieder nach hause komme. Bleiben noch 850 ml.
Allein durch diese festen Gewohnheiten habe ich schon über 2 Liter am Tag getrunken, ohne besonders darauf geachtet zu haben.
Diese letzten ml müssen nun noch am Tag verteilt getrunken werden. Eigentlich ein leichtes. Am Abend nochmal eine Tasse Yogi-Tea und zwei Gläser Wasser daheim, und schon sind die 3 Liter erfüllt.

Wenn du keine festen Essenzeiten hast oder nicht gewohnt bist, vor den Mahlzeiten zu trinken, so sollte dir zumindest eine Trinklasche helfen, die du immer bei dir hast. Gewöhn dir an, vor jeder Mahlzeit am Tag ein Glas Wasser zu trinken. Kaufe gute Teesorten, die bleiben schon allein des Preises wegen nicht stehen. Ich würde einen Pukka Tee oder den guten Yogi-Tea niemals weg schütten. Mach dir am besten eine Kanne statt eine Tasse. Und ein Smoothie am Tag versorgt dich mit mehr als nur Flüssigkeit.

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Du machst nichts davon oder die Tipps sind nichts für dich? Wie deckst du deinen Flüssigkeitsbedarf? Schreib es mir in den Kommentaren oder verbinde dich mit mir auf Facebook, dort schreibe ich die meisten meiner Erfahrungen.
Herzensgrüße Janine

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