Frugivore, Früchterohkost – Ein Jahr als Früchteesser

Früchteesser Früchterohkost Winterkind

Jeder kennt das Gefühl, die ersten reifen Erdbeeren im Jahr und eine ganze Schüssel davon allein aufmümmeln, am liebsten jeden Tag. Oder hast du dich schonmal allein an Tomaten komplett satt gegessen, weil sie zur Saison gerade super lecker sind? Das ist es! Bei der Früchterohkost geht es genau darum. Nicht als Beilage oder als Snack. Eine Sorte Obst (oder Gemüse) ist der Mittelpunkt der Mahlzeit bzw. IST die Mahlzeit. Hinzu kommt noch Blattgrün und Gemüse, alles Andere ist eine gelegentliche Ergänzung.

Früchteesser Mango Monomeal

Als Gesundheitsjunkie war es nur eine Frage der Zeit, bis ich bei der Früchterohkost ankam und diese ausprobieren musste. Mit 14 Jahren begann ich, alle möglichen Zutaten auf Lebensmittelverpackungen zu lesen und die Herstellung von Nahrung zu hinterfragen. Ich fuhr zu meiner ersten 13-tägigen Fastenkur und lernte jede Menge über den Körper und über Krankheitsvorbeugung. Von da an fastete ich mindestens zwei mal im Jahr. (Buchinger Heilfasten, wenn dich das interessiert, schreibe es mir in die Kommentare). Mehrere Jahre studierte ich Krankheitsentstehung, Heilprozesse, feinstoffliche Beschaffenheit von Nahrung sowie Biochemie im Körper. Dadurch erhöhte ich meine Portionen an Obst und Gemüse drastisch und stellte immer mehr eigene Nahrungsmittel her. Ich aß im Prinzip über 16 Jahre lang das, was man heute unter clean eating versteht. Zurück geblickt habe ich mit großen Obstportionen PLUS normaler Kost aber auch immer zu viel gegessen. Nur dachte ich damals noch, dass alle anderen Nahrungsmittel (nur in guter Qualität eben) auch sein müssten. Nie wäre ich auf die Idee gekommen, irgendwas weg zu lassen. Vor 6 Jahren stellte ich meine Ernährung auf vegan um. Das war die beste Entscheidung in meinem Leben.

Winterkind vegan

Der vegane Gedanke hat alles verändert und tausend Steine ins Rollen gebracht. Schon im ersten veganen Jahr begann ich mit der Rohkost. Denn die typische vegane Ernährung mit vielen Fertigprodukten und hergestellten Ersatzprodukten wäre ein Schritt zurück gewesen. Seit 4 Jahren aber klappt die vegane Rohkost erst so gut, dass ich auch dabei geblieben bin.
Letztes Frühjahr lernte ich eine Familie mit 3 kleinen Jungs kennen, die sich früchtebasiert roh ernährt. Ich wollte mehr wissen, denn aus irgendeinem Grund hörte sich früchtebasiert stimmig und logisch an. All die Fakten, die ich in den Jahren gesammelt hatte, schienen sich in einem roten Faden neu zu ordnen. Bisher kannte ich nur niemanden, der sich so ernährt hat. Und auch der Fruchtzucker und die Zahngesundheit schreckten mich bis dahin von noch größeren Obstportionen ab.
Alle Rohköstler die ich kannte, mixten alles mögliche durcheinander. Ich versuchte das meiste so einfach wie möglich und sogar mono zu essen. Mein Fokus lag dabei immer auf Darmgesundheit und Heilnahrung.

 Essen um zu leben ~ nicht leben, um zu essen. 

Trotzdem hatte ich noch ziemlich verrückte Kombinationen, mit denen die Verdauung ganz schön zu tun hatte. Absurd fand ich auch imitierte Rohkostlebensmittel. Davon habe ich vieles ausprobiert, am Ende blieb es meist beim einmaligen Versuch. Und wie oft habe ich nach den Mahlzeiten noch Trockenfrüchte und Nüsse geknabbert. Offensichtlich schien ich häufig nicht langanhaltend satt zu sein.
Abendliche Salate reicherte ich noch mit Nüssen und guten Ölen oder auch proteienreichen Beilagen an, um sie sättigender zu gestalten. Aber tief in mir drin, wusste ich, auch wenn es gute Fette sind, dass das noch nicht der richtige Weg für mich war.

Nachdem ich jetzt ein Jahr lang die Früchterohkost umgesetzt habe und noch viele Fragen für mich klären konnte, wird es Zeit, mehr darüber zu berichten. Das ist mein erster Artikel dazu und ich möchte weiterhin noch zu einzelnen Fragen, die mich anfangs beschäftigten, berichten.

Was ist anders bei der Früchterohkost?

  • Obstmahlzeiten
  • Dazu Gemüse und vor allem Blattgrün
  • Low fat
  • Frische Zutaten, bio und unveränderte Früchte, also auch Trockenfrüchte vermeiden, auch solche in Rohkostqualität

OBSTMAHLZEITEN
Von morgens bis nachmittags. Denn am Abend brauchen wir nicht mehr diese viele Energie, die Früchte liefern. Einfach so lange essen, bis du satt bist. Achte dabei auf dein Bauchgefühl. Nur du weißt, wie viele Mahlzeiten du am Tag brauchst und auch, ob du gleich am Morgen frühstücken musst, oder erst im Laufe des Vormittags.
Ich brauche zum Beispiel direkt am Morgen Frühstück. Wenn ich nichts esse, dann wird mir spätestens nach einer Stunde schlecht. Ein typisches Frühstück ist bei mir ein Teller mit 2-3 Äpfeln oder Bananen und dazu noch eine weitere Obstsorte. Je nach Jahreszeit ist das eine Müslischale voller Beeren, Kirschen, Pfirsischen, Nektarinen, Pflaumen usw. Wenn es Wassermelonen gibt, esse ich ungefähr 1,5 kg Melone als Monomahlzeit, bei Trauben ca. 1 kg, bei Feigen je nach Größe 8 – 15 Stück. Mangos bis zu 3, je nach Sorte und Hunger. Das Frühstück fällt bei mir fast immer am üppigsten aus. Da bin ich noch geprägt vom Spruch: “Morgens wie ein König, Mittags wie ein Edelmann und Abends wie ein Bettler”. Das kommt auch meinem Stoffwechseltyp am nächsten.

Früchterohkost Früchteesser 801010Früchteesser Erdbeeren Monomeal
GEMÜSE UND VOR ALLEM BLATTGRÜN
Das sind die besten Möglichkeiten, Mineralstoffe aufzunehmen. Außerdem stecken in den meisten Blättern und Gemüsesorten Heilstoffe, die unser Immunsystem hoch halten und Krankheiten schon in der Entstehung ausmerzen können. Aber vor allem Blattgrün ist eine wichtige Quelle für alle möglichen Mineralstoffen. Spätestens, wer Victoria Boutenko’s Buch “Green for life” gelesen hat, hat Grün als festen Bestandteil in seine tägliche Ernährung integriert.
Ich habe es in diesem Jahr so gehandhabt, dass ich mittags oder spätestens abends einen großen Salat gegessen habe. Ich mag meine Salate gern mit einer größeren Menge Kräutern und Wildgrün und baue immer so viele Kräuter an, dass es für eine tägliche Ernte und Wintervorrat reicht. Und ich liebe nach wie vor grüne Smoothies. Sie sind eine tolle Möglichkeit, grün in größeren Mengen zu essen.

Kräuter Salate Früchterohkost

Kräuterernte aus unserem Garten am Haus für einen Tag und meine kleine Familie.

Ein paar gesammelte Wildkräuter vom morgendlichen Spaziergang

LOW FAT
Nur etwa 10 % der Gesamtkalorien eines Tages stammen aus Fetten. So lautet die Empfehlung von Douglas N. Graham, der diese Art der Ernährung unter dem Begriff “80/10/10” schützen lies und die Erklärung und wissenschaftliche Begründung dafür in seinem Buch lieferte. Die Art der Ernährung gibt es allerdings schon etwas länger.
Auch wenn es gute Fette sind, sollten wir uns überlegen, wie viele Fette wirklich nötig sind. Bisher war ich mir bewusst, welche gesundheitlichen Vorteile in den jeweiligen Nüssen, Kernen, Ölsaaten, Ölen, Oliven und Avocado stecken und habe nicht damit gegeizt. Aber was ist das Problem daran?
Nicht die Fette allein sind das Problem, sondern die Kombi. Fette in Verbindung mit Zucker sind katastrophal für die Verstoffwechselung. Und zwar alle Zucker, (Einfach- und Mehrfachzucker aus jeder Art von Kohlenhydraten). Fette im Blut blockieren die Insulinrezeptoren, wodurch die Energie aus dem Zucker nicht zum Verbrennen in den Zellen eingeschleust werden kann. Zu viel Zucker bleibt dann im Blut, während die Zellen nach Zucker/Energie schreien. Candita Pilze sind die Folge, die den überschüssigen Zucker im Blut abbauen sollen. Kommt das Fett/Zuckerproblem mit jeder Nahrungsaufnahme erneut, verbreitet sich Candita zu stark und löst eine Fett-Zuckersucht aus, die dazu führt, dass wir unnatürlich gern Zucker- und Fetthaltige Nahrung mögen. Der hohe Fettgehalt im Blut verstopft zusätzlich unsere Arterien, was den Blutdruck beeinflusst und bis hin zu Herz- Kreislauferkrankungen führt. Der Kreislauf aus diesen Gelüsten und diese Kombi mit jeder Nahrungsaufnahme verzögert die Verstoffwechselung und verlangsamt unsere Darmtätigkeit auf Dauer. Daraus folgen Trägheit, Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Verdauungsprobleme, Blähbauch, Hunger, da die Zellen ja trotzdem nach Energie schreien, und es bleibt nicht genügend Zeit für Zellreperaturen und Heilprozesse im Körper. Denn so lange die Verdauung beschäftigt ist, laufen alle anderen Funktionen im Körper auf Sparflamme. So kann z.B. auch eine falsch durchgeführte Rohkost zu Diabetes führen. Denn ob nun Fette + Zucker aus gekochter Nahrung kommen oder aus Ungekochter, das ist den Insulinrezeptoren ziemlich egal.

LOW FAT ABER NICHT NO FAT!
Natürlich brauchen wir auch Fette, sie sind ebenfalls extrem wichtig für etliche Körperfunktionen. Aber am besten mono zugefügt, oder eben zusammen mit kohlenhydratarmer Nahrung (Salate/Gemüse) oder Eiweissnahrung und in kleinen Mengen.

Fette bei Früchterohkost

Mit dem Übermaß an Fetten ist jetzt jedenfalls Schluss und ebenso mit Gourmetrohkost und diesen imitierten Kuchen/Torten/Cremes usw. aus Nüssen, Nussmusen und allerlei verrückten Kombinationen.
Wenn ich einen Salat besonders sättigend gestalten möchte, füge ich dem Dressing Datteln hinzu oder klein geschnittene Apfelstücken, Birnenspalten oder Beeren. Kerne und Ölsaaten füge ich noch gelegentlich als Ergänzung hinzu und Öl kommt nicht mehr an jedes Salatdressing.
Wenn du dein Salatdressing nicht im Blender machst, finde ich, ist es schwer, eine kleine Menge Öl auf alle Blätter gleichmäßig zu verteilen. Hilfreich ist hierfür zum Beispiel ein Ölsprüher.

FRISCHE FRÜCHTE
Vermeide Trockenfrüchte. Trockenfrüchte enthalten ganz andere Mengen Fruchtzucker (Fructose) als frisches Obst. Zum Vergleich ~ Rosinen enthalten auf 100 g etwa 32 g Fructose. Getrocknete Datteln und Feigen 23 g. Frische Bananen hingegen enthalten auf 100 g nur 3 g Fructose. Erdbeeren 2,3 g und Mangos 2,6 g. Das allein sind schon riesen Unterschiede.
Kaufe am besten Bio und unveränderte ursprüngliche Sorten ein. Das Problem an gezüchtete Sorten ist, dass oftmals Säuren und Bitterstoffe raus gezüchtet sind und der Fruchtzuckeranteil erhöht ist. Ursprüngliche Sorten haben einen höheren Anteil an Traubenzucker, (Glucose), während Glucose in heutigen Sorten kaum noch zu finden ist. Unser Körper benötigt jedoch beide Arten, so wie sie im Nahrungsmittel natürlicherweise auch beide vorkommen. Genauso wie Säuren, Bitterstoffe und damit auch Heilstoffe nicht rausgezüchtet gehören.

ursprüngliche Sorten Früchteesser

DECKEN FRÜCHTE DEN TAGESBEDARF AN ENERGIE?
Auf jeden Fall. Viele Menschen denken, Obst und Gemüse wären eine Möglichkeit, abzunehmen und setzen damit gleich, sie würden nicht genug Energie zu sich nehmen. Man kann es auch kaum verübeln. Schließlich wird bei jedem Weight-loss-Programm gepredigt – iss mehr Obst und Gemüse. Damit gemeint ist aber: hole dir deine Energie aus Obst und Gemüse. Grundsätzlich solltest du dir einfach deines Tagesbedarfs an Energie (Kalorien) bewusst sein und diese grob auf die Anzahl deiner gewohnten Mahlzeiten verteilen.
Ich weiß z.B., dass ich mit Normalgewicht bei einem Tagesbedarf von 1800 kcal weder zu- noch abnehme und versuche, diese Kalorien über den Tag zu verteilen.
Ein Kilo Trauben hat etwa 670 kcal, 1 Kg Wassermelone 300 kcal und eine Banane etwa 90 kcal. Mit Obst kann man wunderbar seinen Tagesbedarf an Energie decken. Während Gemüse kaum Energie liefert, dafür wunderbar viele Mineralstoffe sowie Heilstoffe.

FRÜCHTE HABEN ABER AUCH NOCH WEITERE VORTEILE, DIE SICH AUF DEN ENERGIEHAUSHALT AUSWIRKEN:

  • 1 kg Obst füllt den Magen, erzeugt ein Sättigungsgefühlt aber kein Völlegefühl
  • Obst ist schnell verdaut und die Verdauung immer leer. Dadurch kann sich der Körper unheimlich gut auf andere Dinge konzentrieren.
  • Der Körper bleibt basisch, wodurch alle Körperflüssigkeiten in ihrem vorgesehenen PH-Wert bleiben und optimal arbeiten können. Im Vergleich zur allgemein säurebildenden Kochkost müssen PH-Werte ständig über das Blut ausgeglichen werden. Das führt auch ständig zu Krankheit.
  • Sie versorgen mit besten pflanzengefiltertem Wasser.
  • Sie haben als naturbelassenes Nahrungsmittel eine optimale Zusammensetzung  von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweissen für die Nährstoffaufnahme und Verdauung und sind reine gespeicherte Sonnenenergie. Es schützt uns damit vor allem, was aus der Natur so auf uns zu kommen kann, denn sie schützen sich selbst auch vor allem möglichen (z.B. Sonnenbrand oder Insekten) und dazu produzieren sie jede Menge nützlicher Stoffe, die wir uns ebenfalls zu Nutze machen.

Früchterohkost 801010

IST VIEL FRUCHTZUCKER UND SO WENIG FETT NICHT UNGESUND?
Das dachte ich ca. 20 Jahre und versuchte immer wieder Gemüse statt Obst zu essen. Ich liebe Salate, aber letztendlich hatte ich meist Lust auf Früchte. Unser Körper ist jedoch genau dafür gemacht. Früchte liefern schnell und direkt verwertbare Energie und unsere gesamte Anatomie kommt bestens damit klar. Das einzige Problem mit dem Fruchtzucker ist die Kombination mit dem Fett, wie oben bereits beschrieben. Dazu kommen veränderte gezüchtete Sorten, bei denen der Anteil an Fructose nicht natürlich ist. Im Prinzip müssen wir uns keine Sorgen machen, wenn wir aus der Natur essen, solange der Mensch noch nicht drin rumgepfuscht hat.
Die Natur hat schon alles bestens angepasst. Früchte und Gemüse enthalten so gut wie keine Fette. Ein Hase beträufelt seinen Löwenzahn auch nicht mit extra Öl. Es gibt nur eine kleine Auswahl an fetter Nahrung, während es fettfreie Nahrung im Übermaß gibt. Niemand hätte Hunger auf eine riesen Portion Oliven und Avocado und im Gegensatz dazu gäbe sich niemand mit täglich nur einer Hand voll Erdbeeren zufrieden. Und an Nüsse kömen wir ohne erfundene Hilfsmittel auch kaum ran. Wir würden in der Natur nur wenig davon essen.

ZAHNGESUNDHEIT
Umso länger Nahrung an den Zähnen klebt, umso länger können die in der Mundflora lebenden Bakterien davon zehren. Dabei produzieren sie Säuren, die den Zahnschmelz aufweichen und angreifen. In aufgeweichtem Zahnschmelz sind durch Säure gelöste Mineralien enthalten. Beim Zähne putzen gehen diese Stück für Stück verloren. In den Zähnen gespeicherte Mineralien und ein dicker schützender Zahnschmelz machen unsere Zahngesundheit aus und verdienen eine gesunde basische Mundflora. Früchte fördern genau das, eine basische Mundflora. Sie kleben nicht in den Zähnen und sind schnell zerkaut und runter geschluckt. Gemüse und Blattgrün remineralisiert beim Kauen die Zähne. Blattgemüse hilft, einen dicken schützenden Zahnschmelz aufzubauen und hartes Gemüse putzt beim Kauen noch zusätzlich.
Was aber klebt sind Trockenfrüchte und Nüsse.

ALTERNATIVE
Douglas Graham sagt auch, dass die 80/10/10-Ernährung auch bei Kochkost angewendet werden kann, wobei das Verhältnis (80% Kohlenhydrate, 10% Eiweisse, 10% Fette) eingehalten werden soll. So in etwa bereite ich momentan die Mahlzeiten für meine Familie zu. Während unsere kleine Maus mit Rohkost aufgewachsen ist, möchte sie mittlerweile viel ausprobieren und ich möchte ihr nicht alles verbieten. So kann sie alles kennen lernen und für mich ist ein Kompromiss, der sich gut anfühlt. Auch Jörg mag hin und wieder Kochkost, da geht es grob in Richtung raw till 4 – also roh + Beilagen aus Kartoffeln, Nudeln, Reis oder gedünstetes Gemüse.

Ob ich dabei bleibe, kann ich noch nicht genau sagen. In diesem Jahr habe ich mich ziemlich gut damit gefühlt. Da wir momentan in Thailand sind, werde ich auch noch weiterhin Früchtemahlzeiten essen und wenn wir zurück kommen, dann beginnt so langsam die Beerensaison und dann der Sommer. Also ich kann mir gerade nicht vorstellen, keine Lust auf Früchte zu haben. Aber ich habe auch einen schnellen Stoffwechsel und dadurch (egal mit welcher Ernährung) auch ständig Hunger. Mit Früchten erreiche ich ziemlich schnell meinen Tagesbedarf an Energie und muss aufpassen, dass ich nicht zunehme. Zu Beginn habe ich direkt zugenommen und musste erstmal meine Portionsgrößen finden. Mit einer Kalorien-App bekommt man aber leicht ein Gefühl für geeignete Früchteportionen. Ich habe mit der YAZIO-App innerhalb einer Woche ein Gefühl für die neuen Portionen bekommen. Vielleicht finde ich demnächst einen Mix aus Früchterohkost und der gemüseorientierten Rohkost nach Brian Clement (Hyppocrates Health Institute). Ebenso bin ich ein Fan von fermentierten Nahrungsmitteln und Heilnahrung. Diese LEBENSmittel werde ich immer in meinen Speiseplan einbauen.

Grundsätzlich finde ich, dass es eine ziemlich artgerechte gesunde Ernährung ist. Aber auch andere Ernährungsarten wie Brian Clements Gemüserohkost und raw till 4 finde ich grundsätzlich ziemlich gesund. Vorraussetzung ist natürlich immer, dass sie richtig durch geführt werden. Wir sind mit unserer Anatomie wie geschaffen für Früchte und Gemüse. Und eins ist für mich immernoch Fakt: Würden wir Nahrung kochen müssen, wären wir mit dem Kochtopf geboren. Wir sind die einzige Spezies auf der Erde, die fast alle Nahrungsmittel kocht. Es ist auf jeden Fall Zeit umzudenken und wieder mehr Nahrung direkt aus der Natur zu essen.

Einkauf Früchteesser

Natürlich weiß ich auch, dass sich nicht jeder als glücklicher zufriedener Früchteesser sehen wird. Wer sich das jedoch vorstellen könnte, dem wird schon beim ein oder anderen Bild das Wasser im Mund zusammen gelaufen sein.

Wenn du mehr darüber lesen möchtest, empfehle ich Graham’s Buch als Guide zu nutzen. Hier steht wirklich alles nützliche drin, um sofort einzusteigen und alle Fragen zu beseitigen. Zusätzlich kann ich auch noch das Rezeptebuch empfehlen. Das ist zwar in englischer Sprache aber die einfachen Zutaten sind ja leicht zu übersetzen. Es hilft auf jeden Fall, sich mit den neuen Mengen und einfachen Mahlzeiten zurecht zu finden und ein Gefühl dafür zu bekommen, wann und wo Fette hinzugegeben werden. Und es kann auch einfach eine gute Ergänzung sein, um mehr 80/10/10 in seine normale Ernährung einzubauen.

Wie ich diese Art der Ernährung familientauglich, kitatauglich und für den Arbeitsalltag gestalte, werde ich noch berichten.
Viel Spaß beim Ausprobieren und schreibt mir gern eure Erfahrungen und offene Fragen in die Kommentare.

 

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